Unternehmermandanten erwarten Unterstützung durch den Steuerberater.

 

Das Thema "Rating" wird derzeit insbesondere in vielen mittelständischen Unternehmen intensiv diskutiert. Vielfach wird befürchtet, dass sich im Zuge der Umsetzung der Beschlüsse des so genannten Baseler Akkords (”Basel II”) die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen gravierend verschlechtern werden.

 

Die 6 wichtigsten Fragen zum Rating:

 

  1. Was regelt ”Basel II” konkret?

"Basel II" bezeichnet die Reformierung der bestehenden Eigenkapitalvorschriften für Banken. Bislang musste jede Bank 8 % des vergebenen Kreditvolumens durch Eigenkapital unterlegen, künftig hängt die Höhe der Eigenkapitalunterlegung insbesondere von der individuellen Bonität des jeweiligen Schuldners ab. Für weniger risikoreiche Kredite, also Schuldner mit guter Bonität, muss die Bank dementsprechend weniger Eigenkapital halten als bei Krediten für Schuldner mit einer schlechteren Bonität.

 

  1. Ab wann gelten die Neuregelungen von ”Basel II”?

Im Laufe des kommenden Jahres wird die endgültige Fassung von Basel II erwartet. Die neuen Bestimmungen zur Eigenkapitalunterlegung von Krediten werden voraussichtlich im Jahr 2005 in Kraft treten.

 

  1. Was hat ”Basel ll” mit Rating zu tun?

Um zukünftig die Bonität eines Unternehmens im Hinblick auf ein anstehendes Kreditgeschäft festzustellen, führt die Bank ein so genanntes ”internes” Rating durch. Dabei werden verschiedene Risikofaktoren bei einem Kredit individuell erfasst und bewertet. Die einzelnen Einschätzungen werden dann in einer einzigen Bewertung zusammengefasst, d.h. die Bank nimmt eine Benotung vor, die beispielsweise in Anlehnung an das Standard & Poors's Rating von AAA (beste Bonität) bis D (schlechteste Bonität) reichen kann.

 

  1. Welche Vorteile und welche Nachteile hat das interne Rating für ein Unternehmen?

Unternehmen, die über eine ganz ausgezeichnete Bonität verfügen und dementsprechend auch ein hervorragendes Rating erhalten, werden zukünftig tendenziell günstigere Kreditkonditionen bekommen als Untemehmen mit einer schwächeren Bonität. Da jedes Unternehmen gleichzeitig mit dem Rating aber auch eine dezidierte Stärken-Schwächen-Analyse (bezogen auf die einzelnen Ratingkriterien) von der Bank erhält, ergeben sich hieraus wertvolle Ansatzpunkte zur Verbesserung des Ratings und damit unter anderem auch zur Verbesserung der gesamten finanzwirtschaftlichen Situation des Unternehmens.

 

  1. Welche verschiedenen Ratingkriterien werden gemessen?

 Gemessen und beurteilt werden beispielsweise:

      • die aktuelle Finanz- und Ertragslage (u.a. beurteilt anhand der letzten Jahresabschlüsse) sowie die Zukunftsperspektiven des Unternehmens (beurteilt anhand finanzwirtschaftlicher Zukunftsplanungen).
      • die Brancheneinschätzung (Wie sind die kurzfristigen Aussichten der Branche zu beurteilen und gibt es Abhängigkeiten von anderen Branchen?).
      • die Wettbewerbsposition des Unternehmens (z.B. Marktanteil und Marktpotenziat, Standortvorteile oder -nachteile).
      • die Qualität des Managements (Wie ist die Unternehmensführung und wie sind die Nachfolgeregelungen gestaltet?).
      • die Kontoführung (Gab es Kontoüberziehungen und wie ist das Verhältnis von Kontoumsätzen zum Kreditvolumen?) und die Dauer der Geschäftsbeziehung zur Bank.
      • die Rechtsform des Unternehmens (Haftung der Gesellschafter).

  1. Wie kann der Berater seinen Unternehmermandanten zukünftig helfen, damit ein gutes Ratings erzielt wird.
    • Zügige Vorbereitung der Jahresabschlüsse
    • Ausführliche Stellungnahme zur Unternehmenssituation im Anhang bzw. Lagebericht zum Jahresabschluss
    • Sicherstellung einer effektiven Finanz- und Risikoplanung im Unternehmen zur rechtzeitigen Erkennung wirtschaftlicher Fehlentwicklungen (z.B. durch Finanz- und Liquiditätsplanung, regelmäßige Kennzeichenanalyse, Einrichtung eines betrieblichen Frühwarnsystems)
    • Maßnahmen zur Verbesserung der Eigenkapitalquote (z.B. durch die Aufnahme neuer Gesellschafter, Einbringung zursätzlichen Kapitals, durch die Alt-Gesellschafter, Einbindung einer Venture-Capital-Gesellschaft)
    • Sicherstellung der Unternehmenskontinuität (z.B. durch rechtzeitige und durchdachte Nachfolgeregelungen)
    • Optimierung der Beziehung zur Hausbank des Mandanten (z.B. offene Informationspolitik, Intensivierung der Geschäftsbeziehung)

 

Unsere Dienstleistung:

Die TEAM GmbH bietet ihren Mandanten die Erfahrung und das Know-how, diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Bitte sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Besprechungstermin mit uns.